Ressourcendaten: Pensum (Soll-Arbeitszeit, Eintritt/Austritt, Arbeitszeitkonten, Urlaubsanspruch, Feiertage)
So pflegen Sie Arbeitszeitregelungen je Mitarbeiter und nutzen Urlaubs- und Arbeitszeitkonten inkl. Feiertagsimport
Folgende Themen finden Sie auf dieser Seite erklärt.
Bereich Pensum im (Unter-)Register RESSOURCENDATEN
Sie können den Bereich über KONTAKTVERWALTUNG | (Unter-)Register RESSOURCENDATEN aufrufen.
- Unter Pensum wird für die Mitarbeiter die Grundverfügbarkeit für Projektarbeit (= vertragliche Arbeitszeit; = Soll-Arbeitszeit je Mitarbeiter) festgelegt.
- Die Soll-Arbeitszeit je Mitarbeiter wird ermittelt aus:
- Der Anwesenheitszeit eines Mitarbeiters. Ein Mitarbeiter ist anwesend an allen Arbeitstagen (Arbeitswochendefinition von Montag - Freitag) mit Ausnahme der Samstage, Sonntage und Feiertage.
- Der zeitlichen Verfügbarkeit pro Arbeitstag = Tagesarbeitszeit in Stunden.
- Eintritt in die Firma bzw. Austritt.
- Die Soll-Arbeitszeit je Mitarbeiter bildet die Basis für
- die Ermittlung des Arbeitkontos,
- die Mitarbeiterplanung für einzelne Projekte im PACS Projektplan (Mitarbeiterverfügbarkeit), und
- für die Ermittlung der Vollständigkeit der Zeiterfassung, von Gleitzeit-Guthaben über Zeiträume.
Arbeitszeitregelung der Mitarbeiter
- Für jeden Mitarbeiter gilt die Standard-Firmendefinition, sofern nichts individuell definiert ist.
- Es wird für die Firma ein Standardmodell hinterlegt, das automatisch für alle MA gilt (Standard-Firmenregelung unter EINSTELLUNGEN | SYSTEM-KONFIGURATION | RESSOURCEN | ARBEITSZEITREGELUNGEN | Standard-Arbeitszeit). Das in der System-Konfiguration definierte Datum 'gültig ab' ist auch das Datum 'Produktstart mit PACS System'.
- Werden mit einem Mitarbeiter abweichende Soll-Zeiten vereinbart, werden diese hier beim Mitarbeiter individuell eingetragen. Regel: Individueller Eintrag geht vor Firmen-Standardeintrag.
- Sie können die Sollarbeitszeiten in drei Varianten (Tag, Woche, Monat) eintragen (als Standard oder auch individuell) und zwar als 'Tagesarbeitszeit in Stunden'. Der jeweils aktive Status wird Ihnen mit einem (*) angezeigt. Erläuterung der Varianten:
- TAG: Anzahl der Stunden pro Werktag; bspw. 8 Stunden pro Tag = 40 Stunden pro Woche (Dies ist auch die PACS Standardeinstellung für die Soll-Arbeitszeit der Firma.)
- WOCHE: Anzahl der Stunden pro Tag der Woche, bspw. Montag 8 Stunden + Dienstag 4 Stunden + Mittwoch 4 Stunden = 16 Stunden pro Woche. Somit kann auch definiert werden, an welchen Tagen der Woche, wie viele Stunden der Mitarbeiter arbeiten soll. Die Darstellung ist geeignet für Teilzeitkräfte.
- MONAT: Anzahl der Stunden pro Tag des Monats. Bspw. am '5. des Monats' 8 Stunden + '10. des Monats' 8 Stunden + '15. des Monats' 8 Stunden + '20. des Monats' 8 Stunden + ... + '25. des Monats' 8 Stunden + '30. des Monats' 8 Stunden = 48 Stunden pro Monat
- Für jeden Eintrag muss eine Zeitabgrenzung vorgenommen werden ('gültig ab').
- Das Datum bildet die Basis für die korrekte Soll-Zeitermittlung in unterschiedlichen Zeiträumen je Mitarbeiter.
- Im Rahmen des Reportings kann dieses Datum auch das Startdatum für rollierende Budgets oder die Saldenermittlung bilden.
- Bei wechselnden Arbeitszeitvereinbarungen ist dies das zeitliche Abgrenzungskriterium (bspw. wenn ein Mitarbeiter für einen gewissen Zeitraum nur noch 2-3 Tage pro Woche arbeitet).
- Hier finden Sie mehr zu Sonderfall Pauschalvereinbarungen mit einzelnen Mitarbeitern.
Firmenzugehörigkeit
- Eintrittsdatum: Dies ist ein Pflichtfeld. Bei Neuanlage eines Kontaktes müssen Sie das Anlagedatum eintragen.
- Wichtig: Für die Ermittlung der Soll-Arbeitszeit über Zeiträume prüft das System, ob das Eintrittsdatum oder das Datum 'Produktstart mit PACS System' das korrekte Datum für die Berechnung ist.
- Austrittsdatum: Wählen Sie das Enddatum.
- Wichtig: Die Soll-Arbeitszeit wird bis zum Zeitpunkt des Firmenaustritts ermittelt.
- Maximale tägliche Arbeitszeit in Minuten
- Checkin/Checkout erfassen: Die Erfassung der Anwesenheitszeiten (Kommen/Gehen/Pause) ist hier je Mitarbeiter aktivierbar.
- Hier können Sie auch die rechtlichen Arbeitszeitregelungen aktivieren. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Gesetzlich konforme Arbeitszeiterfassung.
Arbeitszeitkonto des Mitarbeiters
So können Sie das Arbeitszeitkonto einrichten (Überblick.
- Zur Verwendung benötigen Sie ein aktives Add-On für Arbeitszeit- & Urlaubskonten.
- Die Anzeige der Arbeitszeitkonten erfolgt über PACS Berichte, die das Wort "Arbeitszeitkonto" bzw. "Arbeitszeitkonten" im Berichtsnamen tragen. Oder über den Aufruf des Arbeitszeit- und Urlaubskontos.
Tipp: Durch das Setzen der Terminsperre für Ist-Zeiten werden ggf. aktivierte Arbeitszeitkonten bis zum Terminsperre-Datum berechnet und in der Datenbank fixiert. Dadurch kann der Aufruf der Arbeitszeitkonto-Reports deutlich beschleunigt werden, da der Stand der Arbeitszeitkonten beim Reportaufruf nicht für die Vergangenheit von Anbeginn an komplett neu durchgerechnet werden muss, sondern lediglich der noch nicht abgeschlossene Zeitraum berechnet werden muss.
- Sofern für die Mitarbeiter Arbeitszeitkonten geführt werden sollen, müssen diese zunächst entsprechend eingerichtet werden. Dies können Sie, analog zu den Soll-Arbeitszeiten, als Firmenstandard-Regelung hinterlegen. Die Firmenstandard-Regelung greift für alle Mitarbeiter, für die keine individuelle Regelung hinterlegt wurde. Sobald Sie mindestens eine Regelung für einen Mitarbeiter definiert haben, sind die Standardregelungen für diesen Mitarbeiter irrelevant.
- Es gibt dabei zwei getrennt voneinander laufende Konten:
- Gleitzeitkonto: Überstunden erhöhen und Minusstunden reduzieren den Stand des Gleitzeitkontos. Für das Gleitzeitkonto können Sie jedoch Obergrenzen definieren.
- Überstundenkonto: Überstunden, die über die für das Gleitzeitkonto definierten Obergrenzen hinausgehen, verfallen normalerweise. Um dies zu verhindern, können Sie zusätzlich ein zweites, vom Gleitzeitkonto unabhängig laufendes Konto aktivieren, das sogenannte "Überstundenkonto". Hier sammeln sich die Überstunden an, die in das Gleitzeitkonto nicht mit einfließen (dürfen) und sonst verfallen würden.
- Bedienung: Um ein Arbeitszeitkonto einzurichten, müssen Sie unter "Standard bzw. individuelle Gleit- und Überstundenregelung" auf
Neu klicken. Es erscheint eine neue Zeile. Nehmen Sie die Einstellungen in dieser Zeile vor und klicken schließlich auf Übernehmen.
Bedeutung der Spalten
- Gültig ab: Dies ist das Datum, ab welchem die Arbeitszeitkontenberechnung startet.
- Periode (die Berechnungsperiode): Ihnen stehen die Optionen Tag, KW, Monat, Quartal, Jahr zur Auswahl. Die Bedeutung der Berechnungsperiode ergibt sich aus den folgenden Ausführungen.
- Überstunden abgegolten (Std./Periode): Dies ist die Anzahl der Stunden, die je Berechnungsperiode mit dem Gehalt abgegolten sind und daher NICHT in das Gleitzeitkonto einfließen.
- Überstunden abgegolten (Multiplikator): Multiplikator, mit dem die Anzahl der zuvor eingetragenen Stunden multipliziert werden sollen (zu den Multiplikatoren s.u.).
- Gleitzeitkonto max. Zuwachs (Std./Periode): Die Anzahl der Stunden, um die das Gleitzeitkonto je Berechnungsperiode anwachsen darf. Die darüber hinausgehenden Stunden fließen, sofern Sie es aktiviert haben, in das Überstundenkonto ein. Sofern Sie es nicht aktiviert haben, verfallen sie. Wird in dieses Feld nichts eingetragen, erscheint der Text "(Keine Beschr.)", d.h. es gibt diesbezüglich keinerlei Beschränkung.
- Gleitzeitkonto max. Zuwachs (Multiplikator): Multiplikator, mit dem die Anzahl der zuvor eingetragenen Stunden multipliziert werden sollen (zu den Multiplikatoren s.u.).
- Gleitzeitkonto Anfangssaldo (Std.): Das Anfangssaldo, mit dem die Berechnung starten soll. Haben Sie keinen Wert eingetragen, wird "Endsaldo Vorregelung" angezeigt. D.h., dass, wenn es mehrere aufeinanderliegende Regelungen gibt, der Endsaldo der zuvor gültigen Regelung nicht verfällt, sondern als Anfangssaldo der neuen Regelung übernommen wird. Falls es keine entsprechende Vorregelung gibt, wird bei 0 begonnen. Die Spalte dient auch zum Überstunden-Saldovortrag zum PACS Produktivstart.
- Gleitzeitkonto Obergrenze (Std.): Dies ist der Stundensaldo, den das Gleitzeitkonto zum Ende der Berechnungsperiode nicht überschreiten darf. Die darüber hinausgehenden Stunden fließen, sofern Sie es aktiviert haben, in das Überstundenkonto ein, ansonsten verfallen sie. Tragen Sie in dieses Feld nichts ein, erscheint der Text "(Keine Beschr.)", d.h. es gibt diesbezüglich keine Beschränkung.
- Gleitzeitkonto am Jahresende zurücksetzen: Wenn Sie dies aktiviert haben, wird das Gleitzeitkonto zum Jahresende auf 0 gesetzt. Die Salden verfallen dann und es wird im nächsten Jahr wieder bei 0 begonnen. Die in diesem Rahmen verfallenen Stunden fließen NICHT in das ggf. aktvierte Überstundenkonto ein.
- Überstundenkonto aktivieren: Sofern Sie dies aktiviert haben, gehen die Stunden, die nicht in das Gleitzeitkonto einfließen dürfen, auf ein separates Überstundenkonto.
- Überstundenkonto Anfangssaldo (Std.): Dies ist das Anfangssaldo, mit dem die Berechnung starten soll. Haben Sie keinen Wert eingetragen, wird hier "Endsaldo Vorregelung" angezeigt. D.h., dass, wenn es mehrere aufeinanderliegende Regelungen gibt, der Endsaldo der zuvor gültigen Regelung nicht verfällt, sondern als Anfangssaldo der neuen Regelung übernommen wird. Falls es keine entsprechende Vorregelung gibt, wird bei 0 begonnen.
- Überstundenkonto am Jahresende zurücksetzen: Wenn Sie dies aktiviert haben, wird das Überstundenkonto zum Jahresende auf 0 gesetzt. Die Stunden verfallen dann und es wird im nächsten Jahr wieder bei 0 begonnen.
Multiplikatoren
Als Multiplikatoren stehen folgende Optionen zur Auswahl:
- 1: die eingetragene Stundezahl wird mit 1 multipliziert, also 1:1 angesetzt (Standard).
- Kalendertage: Die eingetragenen Stunden werden mit der Anzahl der Kalendertage innerhalb der Berechnungsperiode multipliziert.
- Arbeitstage: Die eingetragenen Stunden werden mit der Anzahl der Arbeitstage innerhalb der Berechnungsperiode multipliziert. Arbeitstage sind alle Tage mit Soll-AZ > 0, also alle Tage außer Samstage, Sonntage und Feiertage.
- Anwesenheitstage: Die eingetragenen Stunden werden mit der Anzahl der Anwesenheitstage innerhalb der Berechnungsperiode multipliziert. Anwesenheitstage sind alle Tage, an denen gilt: Soll-AZ abzgl. Abwesenheitszeit > 0. Als Abwesenheitszeiten gelten alle Zeiten auf Abwesenheitsprojekten, wie z.B. Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub.
Abbau von Überstunden aus dem Gleitzeitkonto
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Minderarbeit: Überstunden aus dem Gleitzeitkonto werden dadurch abgebaut, dass der Mitarbeiter weniger arbeitet. Es werden also weniger Ist-Zeiten als Soll-Zeiten erfasst.
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Auszahlung: Überstunden aus dem Gleitzeitkonto können auch ausgezahlt werden. Dazu müssen die ausgezahlten Stunden auf ein Projekt des Typs "SP - Gleitzeitkonto Auszahlung" gebucht werden. (Mehr Informationen finden Sie weiter unten.)
Abbau von Überstunden aus dem Überstundenkonto
- Um Überstunden aus dem Überstundenkonto abbauen zu können, müssen Sie die Ist-Zeiten analog zu Urlaubszeiten auf ein Projekt des Typs "INT - Überstundenkonto Freizeit" erfassen.
- Auszahlung: Überstunden aus dem Überstundenkonto können auch ausgezahlt werden. Dazu müssen Sie die ausgezahlten Stunden auf ein Projekt des Typs "SP - Überstundenkonto Auszahlung" buchen. (Mehr Informationen finden Sie weiter unten.)
Gleitzeitkonto Auszahlung & Überstundenkonto Auszahlung
Ausgezahlte Überstunden müssen Sie auf ein Sonderprojekt des Typs "SP - Gleitzeitkonto Auszahlung" bzw. "SP - Überstundenkonto Auszahlung" erfassen.
So müssen Sie vorgehen:
- Legen Sie ein Projekt beim "Auftraggeber" (wie die internen Projekte) an, bspw. mit dem Namen "Sonderprojekt Auszahlung/Ausgleich". Als Projekttyp muss "SP - Gleitzeitkonto Auszahlung" bzw. "SP - Überstundenkonto Auszahlung" gewählt werden. Über den Sonderprojekttyp wird sichergestellt, dass die Zeiten nicht bei den normalen Reports etc. berücksichtigt werden, sondern nur beim Mitarbeiter-Zeitkonto. Alle anderen Projektqualifizierungen sind für die Auswertungen nicht relevant. (Sie sind nur notwendig, damit alle Projekte eine einheitliche Struktur in der Datenbank aufweisen).
- Damit nur Key User mit Level 1 das Projekt zur Auswahl bekommen, aber für alle anderen Mitarbeiter buchen können (ohne dass die ein Ansichtsrecht für das Projekt benötigen - eigentlich die Grundvoraussetzung dafür), gibt es eine Einstellung unter PACS | EINSTELLUNGEN | SYSTEM-KONFIGURATION | ZEITEN | BERECHTIGUNGEN | Erweiterte Projektauswahl: Gleitzeitkonto Auszahlung [101] und SP - Überstunden Auszahlung [109]. Setzen Sie hier den Haken bei Level 1 (bzw. dem Level, mit dem die Person arbeitet, die die Überstunden-Auszahlung erfassen soll).
- Wählen Sie dann im Funktionsbereich Zeiten den von der Auszahlung betroffenen MA und das Projekt "Sonderprojekt Auszahlung/Ausgleich". Buchen Sie die Zeit für die Auszahlung auf das Datum der Auszahlung als positiven Wert (wird bei der Arbeitszeitberechnung dann abgezogen). Leistungssatz und Aktcode müssen zwar eingetragen werden, sind aber für die Berechnung nicht relevant.
Urlaubsanspruch
- Im Bereich Urlaubsanspruch können Sie für jeden Mitarbeiter den jeweiligen Jahresanspruch eintragen. Diese Angabe dient als Grundlage für die automatische Berechnung des Resturlaubs. (Dies wird auch im Register ABWESENHEITEN angezeigt.)
Kopieren Sie für ALLE Mitarbeiter den Urlaubsanspruch auf das Folgejahr.
- Sie können den Urlaubsanspruch gleichzeitig für alle Mitarbeiter auf das Folgejahr kopieren. So sparen Sie sich viel Zeit, weil Sie nicht jeden Mitarbeiter einzeln anklicken müssen. Gehen Sie dazu auf das Icon Urlaubsanspruch für alle MA auf Folgejahr kopieren. Und tragen Sie das Basis-Jahr, sowie das Ziel-Jahr ein.

- Um neue Einträge vorzunehmen, müssen Sie zuerst auf Neuer Urlaub klicken. Wenn die Eingabe korrekt ist, klicken Sie auf den Button Übernehmen, um die Tage in der Datenbank zu speichern. (Erst dann ist der Eintrag erfolgt). Um einen Jahresanspruch zu entfernen, müssen Sie diesen markieren und auf den Button Urlaub löschen klicken.
- Davon verfallen Tage: Wird der Urlaub nicht genommen, können hier die verfallenen Tage eingetragen werden. Dadurch ist die Berechnung der jahresgenauen Resturlaubstage möglich (kann auch als Ausgleichsposten bei unterjährigem Start des Eintrags genutzt werden).
- Urlaubstag (Einheit): Hier können Sie bestimmen, welche Zeiteinheit als Basis für die Anzahl der Urlaubstage verwendet wird bzw. wie viele Stunden oder Minuten einem Urlaubstag entsprechen. Es gibt hierzu eine zentrale Einstellung unter SYSTEM-KONFIGURATION | RESSOURCEN | URLAUBSKONTEN | ALLGEMEIN mit den folgenden Optionen:
- "auf Basis der mitarbeiterspezifischen Urlaubstageseinheit": Wenn diese Option aktiviert ist, ist das Feld "Urlaubstag (Einheit)" in der KONTAKTVERWALTUNG | RESSOURCENDATEN aktiv. In international agierenden Unternehmen kann darüber festgelegt werden, ob für den jeweiligen Mitarbeiter ein 8,3-Std.-Tag (Schweiz), ein 7,6-Std.-Tag (Australien) oder ein 8-Std.-Tag (u.a. Deutschland) als ein Urlaubstag gilt. Beispiel: Wenn als Urlaubstageseinheit ein 8-Std.Tag festgelegt wurde, wird eine Abwesenheitszeit von 8,00 Std. als ein genommener Urlaubstag auf das Urlaubskonto angerechnet - unabhängig von der Soll-Arbeitszeit des Mitarbeiters an diesem Tag.
- "auf Basis der mitarbeiterspezifischen Soll-AZ": Wenn diese Option aktiviert ist, ist das Feld "Urlaubstag (Einheit)" in der KONTAKTVERWALTUNG | RESSOURCENDATEN inaktiv, da es irrelevant ist. Bei der Ermittlung genommener Urlaubstage gilt stattdessen die mitarbeiter- & tagesspezifische Soll-Arbeitszeit als ein voller Tag. Beispiel: Bei einer Soll-AZ von 5,60 h ist an Urlaubstagen die Abwesenheitszeit von 5,60 h einzutragen. Diese 5,60h werden von PACS als ein Urlaubstag auf das Urlaubskonto angerechnet, 2,80 h dementsprechend als ein halber Urlaubstag. Das bedeutet auch, dass Urlaubszeiten, die auf Tage erfasst wurden, an denen der Mitarbeiter gem. Arbeitszeitregelung gar nicht arbeitet, auch nicht als genommener Urlaubstag angerechnet werden - denn man kann an einem ohnehin arbeitsfreien Tag keinen Urlaub nehmen. Diese Berechnung entspricht dem BUrlG und ist daher die PACS Standardeinstellung.

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Saldovortrag Mitarbeiter für Urlaubstage: Die Berechnung des Saldovortrags für die einzelnen Jahre beginnt ab dem eingetragenen Produktivstart für die Arbeitszeiterfassung (Beispiel 01.01.2022). Für die Urlaubszeiten vor diesem Zeitpunkt gibt es zwei Möglichkeiten:
- Eintrag des Saldo 'GesamturlaubsaSnspruch' in die Spalte Tage (im Bsp. in Verbindung mit dem Jahr 2021)
- Eintrag des 'Gesamtjahresanspruchs' in die Spalte Tage und den bereits genommen Urlaub des Jahres (im Bsp. 2021) in die Spalte davon verfallen.
Hinweis: Die Ermittlung des Saldovortrags über Eintrag des Gesamtjahresanspruch und die Berechnung im Report abzgl. der im Projekt 'Urlaub' eingetragenen Zeiten ist für den Vortrag nicht geeignet, da die Berechnung erst ab Produktivstart erfolgt. Auch das Vorziehen des Produktivstartes mit Eintrag einer Soll-AZ = 0 (siehe Saldovorträge Arbeitszeitkonten weiter unten) ist nicht geeignet, da die erfassten Urlaubszeiten mit 8 Std. von den Soll-Zeiten abgezogen werden (und diese bei den Saldovorträgen Arbeitszeitkonten mit '0' eingetragen sind - also letztlich in der rechnerischen Darstellung zu einer Erhöhung führen).
Feiertage
Um für jeden Mitarbeiter die relevanten Feiertage einzutragen, gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Einzel-Eintrag (Eintrag für einen Mitarbeiter): Ein neuer Mitarbeiter fängt bei Ihnen im Unternehmen an
Dies ist relevant, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter anlegen. Gehen Sie zu KONTAKTVERWALTUNG | RESSOURCENDATEN | Bereich Pensum | Feld 'Feiertage eintragen'. Wählen Sie 'Feiertagsdatei wählen' (über die drei Punkte
) und legen Sie die vordefinierte Feiertagsdatei aus dem entsprechenden Speicherort fest. Schließen Sie die Eingabe mit
Speichern ab.
Der Feiertagsschlüssel wird automatisch eingetragen. Dies erleichtert Ihnen den Eintrag der Feiertage für die nächsten Jahre (siehe Punkt 3.)
2. Sammel-Eintrag (Eintrag für mehrere Mitarbeiter gleichzeitig): Mehrere Mitarbeiter fangen bei Ihnen im Unternehmen an
Dies ist relevant, wenn bspw. mehrere Mitarbeiter gleichzeitig in Ihrem Unternehmen anfangen. Suchen Sie in der KONTAKTVERWALTUNG alle betroffenen Mitarbeiter und markieren diese per Haken.
Wählen Sie dann in der oberen Menüleiste Auswahl | Sammelzuordnung Feiertagsdateien oder klicken auf den Button
Sammelzuordnung Feiertagdateien und wählen 'Für ausgewählte Mitarbeiter'. Es öffnet sich ein Fenster. Hier können Sie die vordefinierte Feiertagsdatei auswählen, wenn bspw. eine Feiertagsdatei auf Ihrem Desktop gespeichert wurde. Schließen Sie die Eingabe mit OK ab.
Der Feiertagsschlüssel wird automatisch eingetragen. Dies erleichtert Ihnen den Eintrag der Feiertage für die nächsten Jahre (siehe Punkt 3.)
Wichtig: Mit dem Speichern werden die Soll-Arbeitszeiten der Mitarbeiter automatisch neu berechnet.
3. Eintrag für alle Mitarbeiter nach Feiertagsschlüssel: Feiertage sollen beim Jahreswechsel für das nächste Jahr aktualisiert werden
Dies ist relevant beim Jahreswechsel, wenn Sie die für das nächste Jahr aktuellen Feiertage eintragen möchten. Gehen Sie zum Button
Sammelzuordnung Feiertagdateien und wählen 'Für alle Mitarbeiter gem. Feiertagsschlüssel'. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Ihnen gezeigt wird, wie viele Mitarbeiter mit bzw. ohne Eintrag des Feiertagsschlüssels sind.
Tragen Sie die noch fehlenden Feiertagsschlüssel bei den entsprechenden Mitarbeitern ein. Dazu müssen Sie zu KONTAKTVERWALTUNG | RESSOURCENDATEN | Bereich Pensum und zum Feld 'Feiertagsschlüssel'. Klicken Sie dafür auf die Drowdownliste. Es werden Ihnen alle im PACS Store hinterlegten Feiertagsdateien inkl. Beschreibungen angezeigt. Legen Sie einen Feiertagsschlüssel fest.
Geben Sie im Fenster 'Feiertagsimport gem. Feiertagsschlüssel' noch das Jahr an, für das die Feiertage eingetragen werden sollen. Dann werden die Feiertage direkt für alle Mitarbeiter nach ihrem individuellen Feiertagsschlüssel eingetragen.

Es werden dann für das ausgewählte Jahr alle Feiertagsdateien für die verschiedenen Mitarbeiter berücksichtigt. Aber natürlich nur, wenn zu dem Feiertagsschlüssel auch eine geeignete Datei existiert. (Dies betrifft die Feiertagsdateien, die im PACS Store im Verzeichnis PACS_import_holidays gespeichert sind.)
Vordefinierte Feiertagsdateien
- Wir erstellen Ihnen für einzelne Länder und Bundesländer jährlich aktualisierte Feiertagsdateien. Ggf. nicht vorhandene Dateien für Folgejahre stellt PACS auf Anforderung zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte dafür an unseren Support über support@pacs-software.com oder +49 89 124 716 12.
- Unsere Kunden mit einem laufenden Servicevertrag (Level A) erhalten von uns automatisch im Herbst des Vorjahres die Feiertagsdatei(en) für das Folgejahr. Für allen anderen Kunden wird diese auf Anforderung zugestellt. Wenden Sie sich bitte dafür an unseren Support über support@pacs-software.com oder +49 89 124 716 12.
- Wir können die Feiertagedateien an Ihre individuellen Wünsche anpassen, wenn sie vom 'Standard' abweichen. Zum Beispiel, wenn bei Ihnen im Unternehmen der 24.12. als ganzer Feiertag gilt. Dann kann dies auf Anforderung als solcher in der PACS Software bzw. in der Feiertagsdatei definiert werden. Damit muss zur Erfüllung der Soll-Arbeitszeit durch den Mitarbeiter kein Urlaub eingetragen werden.
- Die vordefinierten Feiertagedateien werden zentral im PACS Verzeichnis auf dem Server [... | 'PACS_import_holidays'] abgelegt.
- Der Feiertagsschlüssel ist der 'holiday_key'. Dieser ist in der gleichnamigen Feiertagsdatei hinterlegt und kann so aufgerufen werden. Der Name des holiday_keys setzt sich i.d.R. aus Land, ggf. Region + ggf. zusätzliche Infos zu Sonderregelungen (z.B. halbe Feiertage an Heilig Abend und Silvester) zusammen. Sie finden eine Beschreibung zum Feiertagsschlüssel bei dem dazugehörigen Feld unter KONTAKTVERWALTUNG | RESSOURCENDATEN | Bereich Pensum. Klicken Sie dort auf das Hilfe-Icon mit dem Fragezeichen.